Wie wird SEO abgerechnet? Die vier Preismodelle
Fast jedes Angebot folgt einem von vier Modellen. In der deutschen Agenturbefragung von Schild Roth arbeiteten 95 Prozent der Anbieter mit einem festen Monatsbudget. Die anderen Modelle kommen ergänzend vor.
| Modell | So wird abgerechnet | Passt für | Achten Sie auf |
|---|---|---|---|
| Monatspauschale | Fester Betrag pro Monat für einen vereinbarten Umfang | Laufende Betreuung über mehrere Monate | Konkreten Leistungsumfang und Kündigungsfrist |
| Stundensatz | Nach tatsächlichem Aufwand | Beratung, Schulung, einzelne Aufgaben | Stundennachweis und Obergrenze |
| Projektpreis | Einmaliger Festpreis | SEO-Audit, Begleitung eines Relaunchs, Erstoptimierung | Was genau enthalten ist und was danach passiert |
| Erfolgsabhängig | Zahlung je erreichter Platzierung | Selten sinnvoll | Begriffe ohne Nachfrage und riskante Methoden |
Das erfolgsabhängige Modell klingt fair, hat aber einen Haken: Bezahlt wird für Platzierungen, nicht für Anfragen. Wer pro Ranking verdient, wählt gern Begriffe, die leicht zu erreichen sind, nach denen aber kaum jemand sucht.
Was kostet SEO laut Studien?
Es gibt keine amtliche Preisliste für SEO. Die folgenden Werte stammen aus Umfragen unter Anbietern. Sie messen unterschiedliche Dinge, in unterschiedlichen Ländern und Jahren. Nehmen Sie sie als Orientierung, nicht als Maßstab.
| Studie | Wer wurde befragt | Ergebnis |
|---|---|---|
| Ahrefs, aktualisiert 15.08.2024 | 439 SEO-Anbieter, international | Häufigste Monatspauschale 501 bis 1.000 US-Dollar (20,4 %). 68,8 % verlangen höchstens 2.000 US-Dollar im Monat. Durchschnitt 2.917 US-Dollar, bei Agenturen 3.209, bei Freelancern 1.348. Häufigster Stundensatz 75 bis 100 US-Dollar. |
| SE Ranking mit Duda, 13.12.2024 | 260 Agenturen aus Nordamerika, Europa, Australien und Asien | 34 % verlangen 500 bis 1.000 US-Dollar im Monat, 30 % weniger, 20 % 1.000 bis 2.000, 13 % 2.000 bis 5.000, 2 % mehr. Über 125 US-Dollar pro Stunde verlangen 40 % der Agenturen in USA und Kanada, aber nur 6 % in Europa. |
| Schild Roth, 2021 | 243 SEO-Agenturen aus den 80 größten deutschen Städten | Im Schnitt 1.256,71 Euro im Monat. Durchschnittliche Stundensätze je Stadt zwischen 47,50 Euro (Bottrop) und 122,33 Euro (Hamburg). |
| Freelancer-Kompass 2025 (freelancermap) | Online-Marketing-Freelancer in Deutschland, Österreich und der Schweiz | Im Schnitt 92,11 Euro pro Stunde, von 76 Euro bei weniger als fünf Jahren Erfahrung bis 99 Euro bei mehr als zehn Jahren. |
Durchschnittswerte werden von wenigen teuren Anbietern nach oben gezogen. Die „häufigste Pauschale“ sagt mehr darüber, was kleine Unternehmen tatsächlich zahlen. US-Dollar-Werte lassen sich nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen, und die deutsche Befragung ist von 2021. Seitdem sind die Preise eher gestiegen: In der SE-Ranking-Umfrage hatten 32 % der Agenturen gerade erhöht, weitere 38 % planten es für 2025.
Warum sind die Spannen so groß?
Weil „SEO“ für sehr unterschiedliche Aufgaben steht. Ein Malerbetrieb, der in seiner Stadt bei Google Maps vorn stehen will, braucht etwas anderes als ein Onlineshop, der bundesweit gegen Konzerne antritt. Diese Punkte bestimmen den Aufwand und damit den Preis:
- Wettbewerb: Wie stark sind die Seiten, die heute für Ihre Begriffe vorn stehen?
- Ausgangslage: Ist Ihre Website technisch sauber, oder muss erst aufgeräumt werden?
- Reichweite: Eine Stadt, eine Region, ganz Deutschland oder mehrere Länder?
- Anzahl der Leistungen: Jede Leistung, die gefunden werden soll, braucht eine eigene, gute Seite.
- Inhalte: Liefern Sie Texte und Fotos zu, oder entstehen sie beim Anbieter?
- Linkaufbau: Empfehlungen von anderen Websites kosten Zeit, wenn sie sauber entstehen sollen.
- Tempo: Mehr Arbeit pro Monat bringt Ergebnisse schneller, kostet aber mehr.
- Wer arbeitet: Freelancer, kleine Agentur, große Agentur, Junior oder erfahrene Fachkraft.
Neu dazu kommt die Sichtbarkeit in KI-Assistenten wie ChatGPT. Laut SE-Ranking-Umfrage planten 61 % der Agenturen, Optimierung für KI-Suchen anzubieten. Ob das im Preis enthalten ist oder extra kostet, sollte im Angebot stehen. Mehr dazu im Ratgeber So empfiehlt ChatGPT Ihr Unternehmen.
Was bekommen Sie für Ihr Geld?
Die nützlichste Rechnung ist einfach: Monatsbetrag geteilt durch Stundensatz ergibt die Arbeitszeit, die Ihr Anbieter für Sie hat. Die Tabelle rechnet mit 120 Euro pro Stunde. Mit diesem Satz kalkulieren wir bei ARES. Weil unsere eigenen KI-Werkzeuge Routinearbeit wie Auswertungen und Prüfungen übernehmen, steckt in jeder Stunde mehr Ergebnis als bei reiner Handarbeit. Zum Vergleich: Der Freelancer-Kompass 2025 nennt für Online-Marketing im Schnitt rund 92 Euro.
| Monatsbetrag | Arbeitszeit pro Monat | Was damit realistisch ist |
|---|---|---|
| 300 Euro | 2,5 Stunden | Bericht, Kontrolle, kleine Korrekturen. Kaum neue Inhalte. |
| 1.000 Euro | gut 8 Stunden | Laufende Technik, eine neue oder überarbeitete Seite, etwas Linkaufbau |
| 2.500 Euro | knapp 21 Stunden | Mehrere Seiten pro Monat, gezielter Linkaufbau, mehrere Regionen oder Leistungen |
Die rechte Spalte beruht auf unserer Erfahrung und ist grob. Sie zeigt aber, warum ein Paket für 99 Euro im Monat nichts bewegen kann, wenn ein Mensch daran arbeiten soll. Fragen Sie jeden Anbieter: Wie viele Stunden stecken in meinem Monatsbetrag, und was passiert in dieser Zeit?
Selbst machen, Freelancer oder Agentur?
Selbst machen
Kostet kein Honorar, aber Ihre Zeit. Gut machbar sind ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, Bitten um Bewertungen und eine klare Seite je Leistung. Bei Technik, Strategie und umkämpften Begriffen stoßen die meisten an Grenzen.
Freelancer
Laut Ahrefs im Schnitt deutlich günstiger als Agenturen. Gut für klar umrissene Aufgaben. Achten Sie darauf, wer bei Krankheit oder Urlaub einspringt und ob Technik, Inhalte und Linkaufbau gleichermaßen abgedeckt sind.
Agentur
Mehr Fachleute unter einem Dach, dafür meist teurer. Bei größeren Agenturen lohnt die Frage, wer Ihr Projekt wirklich bearbeitet: die erfahrene Fachkraft aus dem Verkaufsgespräch oder ein Berufseinsteiger.
Checkliste: So prüfen Sie ein SEO-Angebot
Legen Sie diese Liste neben jedes Angebot, auch neben unseres. Haken Sie ab, was erfüllt ist. Unter sieben Punkten sollten Sie nachfragen.
Google empfiehlt in seiner Anleitung zur Auswahl eines SEO ähnliche Fragen: nach Referenzen, nach der Einhaltung der Google-Richtlinien, nach erwarteten Ergebnissen und Zeitrahmen, nach Branchenerfahrung und danach, wie Sie über Änderungen informiert werden.
Quelle: Google Search Central, „Brauchst du einen SEO?“, zuletzt aktualisiert 10.06.2026Woran erkennen Sie unseriöse SEO-Angebote?
Einzelne Punkte allein müssen nichts heißen. Kommen mehrere zusammen, sollten Sie die Finger davon lassen. Mehrere dieser Warnzeichen nennt Google ausdrücklich.
Google schreibt selbst: Niemand kann eine Platzierung an erster Stelle garantieren.
Google rät, solche Massenmails so skeptisch zu sehen wie Werbung für Diätpillen.
Gibt es nicht. Auch eine bevorzugte Aufnahme in die Suche kann niemand kaufen.
Wer nicht erklären will, was er tut, hat oft einen Grund. Sie haften für Ihre Website.
Linkpakete und Einträge in tausende Verzeichnisse bringen nichts oder schaden.
Auch davor warnt Google. Ihre Website ist nicht die Werbefläche der Agentur.
Zwölf oder 24 Monate Bindung, aber keine Angabe, was pro Monat passiert.
Platz 1 für eine Suche, die niemand eingibt, sieht im Bericht gut aus und bringt keine Anfrage.
So rechnen wir bei ARES
Wir veröffentlichen keine Preisliste, weil zwei Unternehmen mit gleichem Paket selten den gleichen Bedarf haben. Stattdessen gilt bei uns ein festes Vorgehen:
- Kostenloser Sichtbarkeits-CheckWir sehen uns Ihre Website, Ihre Mitbewerber und die Suchnachfrage an. Befund in 24 Stunden.
- Schriftliches AngebotFester Monatspreis, konkreter Umfang, Sie wissen, wer arbeitet: der Inhaber selbst.
- Monatlich kündbarKeine Mindestlaufzeit. Sie bleiben, solange es sich für Sie rechnet.
Was den Preis bestimmt
- Wettbewerb Wie stark sind die Seiten, die heute vorn stehen?
- Ausgangslage Was muss an Ihrer Website zuerst in Ordnung kommen?
- Umfang Wie viele Leistungen und Regionen sollen gefunden werden?
- Tempo Wie schnell sollen Ergebnisse sichtbar werden?
Fazit
Was SEO kostet, hängt an Ihrem Markt, nicht an einer Preisliste. Die Umfragen zeigen: Die meisten Anbieter verlangen Monatspauschalen bis etwa 2.000 US-Dollar, mit großer Streuung nach oben. Wichtiger als der Betrag ist, wie viel Arbeitszeit darin steckt, ob das Ziel in Anfragen gemessen wird und ob Sie jederzeit aussteigen können. Prüfen Sie jedes Angebot mit der Checkliste oben, und meiden Sie Anbieter mit Garantien und Geheimnissen.
